Ist blauer Bernstein wirklich blau?

Blauer Bernstein

Ein Dominikanischer Blauer Bernstein ist blau, aber nicht so, wie Sie vielleicht denken. Kohlenwasserstoffe im blauen Bernstein reflektieren das natürliche ultraviolette Licht der Sonne oder jeder anderen Lichtquelle, die eine leichte Komponente von UV enthält. Blauer Bernstein wurde auch in anderen Ländern gefunden, es ist jedoch ein Phänomen, wie es in dieser starken Form nur im Bernstein der Dominikanischen Republik auftritt.

‚Blauer Bernstein‘? Man spricht von „bernsteinfarben“. Aber ‚blau‘?Warum haben nur wenige von natürlichem blauem Bernstein gehört? Es gibt nur sehr wenig davon und er ist seltener (und teilweise auch teurer) als Gold und Diamanten. Dadurch wird Blauer Bernstein zu einem sehr exklusiven Material für wertvolle Schmuckstücke jeder Art.

Auch als der Abbau und Handel mit dominikanischem Bernstein in den sechziger und siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts begann, war blauer Bernstein aufgrund der Seltenheit für eine lange Zeit ein Sammlergeheimnis. In den letzten Jahren sind es aber Abnehmer im nahen und fernen Osten, für die Blauer Bernstein ein kostbares Material ist – und sich ihn auch leisten können.

Möchten Sie mehr darüber erfahren? Bitte genießen Sie das Surfen und alle anderen Links auf dieser informativen Website. Willkommen zu einem neuentdeckten Geheimnis: Blauer Bernstein.  Aber, was macht ihn blau?

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe entstanden aufgrund einer thermischen Polymerisation im Bernstein und werden durch Bestrahlung initiiert. Sie absorbieren hochenergetische ultraviolette Photonen die sie als niedrigere Energie-Photonen wieder abgeben, und zwar gemäß der Absorptionskurve des jeweiligen Fluorophors. Kompliziert?

Blauer Dominikanischer Bernstein im UV Licht
Blauer Dominikanischer Bernstein im UV Licht
Baltischer Bernstein und Dominikanischer blauer Bernstein
Baltischer Bernstein und blauer Dominikanischer Bernstein

Wollen wir das demonstrieren: In diesem Bild haben wir zwei Halsketten. Eine aus Baltischem und die andere aus blauem Dominikanischem Bernstein. Eine kleine UV-Lampe wurde über die Ketten gehalten. Das Bild wurde in einem dunklen Raum mit einem schwarzen Hintergrund mit einer 2 Sekunden Belichtung aufgenommen. Die Fluoreszenz ist leicht zu erkennen.

Sie ist auch der Grund warum ein weißes Hemd in einer Disco blau leuchtet. Weiße Hemden sind  mit optischen Aufhellern behandelt, welche das unsichtbare UV-Licht aufsaugen und es als sichtbares Licht wieder abgeben. Diese Farbstoffe werden in so ziemlich allem verwendet, was eine helle Farbe haben muß wie in normalem Papier und sogar Toilettenpapier (keine Ahnung warum).

Dieses Prinzip wird auch bei Geld verwendet. Echtes Geld leuchtet nicht, außer in den bestimmten Erkennungsbereichen.

Henning Brand
Henning Brand

Es gibt viele andere Dinge die phosphoreszieren. Phosphor kann aus vielen Materialien, wie Zink, Aluminium, Oxide, um einige zu nennen gemacht werden, aber die erste Entdeckung war es im Jahre 1669 durch deutsche Alchemist Henning Brand, als er 5.500 Liter Urin kochte und er zu glühen begann.

Eigentlich war es ja ein Versehen, denn er versuchte, Silber produzieren – aus Urin – aber was er bekam, war ein in der Dunkelheit leuchtendes Element ähnlich denen, die wir heute in Lampen benützen  (das ist richtig: alle CSI-Fans wissen, daß Urin im Dunklen leuchtet).

Der Prozess in Blauem Bernstein ist überraschend ähnlich wie bei Phosphor. (Der Unterschied zwischen Fluoreszenz und Phosphoreszenz ist im Grunde nur die Länge der Zeit, die das glühenden Element leuchtet.)

Fluoreszenz kommt in der Natur vor und Bernstein stammt ja von Bäumen. Bestimmte natürliche Elemente (Pflanzen, etc.) haben Moleküle, deren Atome aufsaugen und unsichtbares Licht sichtbar zu machen.

Im Grunde ist jeder Dominikanische Bernstein fluoreszierend. Unter eines Bankiers UV-Licht strahlt er in einem milchig-blauen Licht. Jedoch der blaue Bernstein ist der einzige, der diesen Effekt auch in normalem Tageslicht zeigt. Dies geschieht aufgrund der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoff Moleküle. Doch, wie kamen sie dorthin?

Aber – Sie ahnen es – wir haben eine nette kleine Theorie. Lesen Sie weiter.